Knochendichtemessung (Osteodensitometrie)

Wozu dient eine Knochendichtemessung?
Mit Hilfe der Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) lassen sich Knochenerkrankungen, die mit einer Änderungen der Mineralisierung des Knochens einhergehen, erkennen. Durch eine frühzeitige Diagnose kann eine Therapie eingeleitet werden und so das Fortschreiten der Krankheit oder Knochenbrüche verhindert werden.

Osteoporose
Griechisch: ostéon = „Knochen“, póros = „Loch“
Die Osteoporose ist wohl die am meisten verbreitete Knochenerkrankung. Sie betrifft vorwiegend ältere Menschen und dabei insbesondere Frauen. Folgen der Osteoporose sind Knochenbrüche, vor allem Wirbelkörperbrüche und Brüche der Hüfte (Oberschenkel). Wegen des immer höher werdenden Lebensalters der Menschen und die damit größer werdende Anzahl an Betroffenen ist die Osteoporose in die Liste der wichtigsten Krankheiten der Menschheit durch die World Health Organisation (WHO) aufgenommen worden. In Deutschland erleiden schätzungsweise 200.000 Frauen jährlich einen Wirbelkörperbruch. Die entstehenden Kosten betragen etwa 3-4 Milliarden Euro pro Jahr.

Unsere Messmethode: Knochendichtemessung mittels quantitativer Computertomografie (kurz QCT)
Die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) ermöglicht die Erfassung des Knochenmineralgehaltes und erlaubt indirekt auch eine Aussage über Veränderungen der Knochenstruktur.
Bei der QCT handelt es sich um ein genaues Messverfahren, das im Gegensatz zu anderen Messmethoden die tatsächliche Knochendichte durch Erfassung eines Volumens (im Gegensatz zur Flächenbelegung von Knochengewebe bei anderen Verfahren) misst. Ausserdem ist die Unterscheidung und getrennte Messung von Knochenaußenhaut und Knochenbälkchen möglich, was bei bestimmten Erkrankungen eine genauere Aussage in Hinblick auf das Risiko eines Knochenbruches ermöglicht.

Wichtig ist, dass eine Kontrollmessung (zum Beispiel zur Beurteilung einer Osteoporosetherapie) immer am gleichen Gerät und beim gleichen Untersucher erfolgen sollte, um einen optimalen Vergleich der Messwerte zu ermöglichen.

In welchen Abständen sollten Kontrollmessungen erfolgen?
Routinemäßige Kontrollen der Knochendichtemessung werden je nach individueller Situation in ca. einjährigen Abständen empfohlen. In Einzelfällen, insbesondere bei schwerer Osteoporose mit gesteigertem Knochenumsatz oder bei Cortisontherapie, kann eine Knochendichtemessung auch schon nach 6–9 Monaten sinnvoll sein.

Weitere informationen zum Thema QCT finden Sie hier

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